Symposium zu Rechtsextremismus und Hasskriminalität

Symposium zu Rechtsextremismus und Hasskriminalität News

Das „Sym­po­si­um Rechts­ex­tre­mis­mus und ‑ter­ro­ris­mus“ von ASW-Aka­de­mie und Kri­po Aka­de­mie befass­te sich mit den Gefah­ren von Rechtsextremismus.

Die Aus­wir­kun­gen von Rechts­ex­tre­mis­mus und Hass­kri­mi­na­li­tät auf Gesell­schaft und Wirt­schaft beleuch­te­te ein Sym­po­si­um in Essen. Nicht erst seit der Auf­de­ckung des NSU, der Ermor­dung des Kas­se­ler Regie­rungs­prä­si­den­ten Wal­ter Lüb­cke und dem Anschlag in Hal­le soll­te bewusst sein, dass gewalt­be­rei­ter Rechts­ex­tre­mis­mus ein Bedro­hungs­sze­na­rio dar­stellt, dem wir uns sowohl gesell­schafts­po­li­tisch als auch mit einem behör­den­über­grei­fen­den Ansatz ent­ge­gen­stel­len müs­sen. Daher gilt: Rechts­ex­tre­mis­mus und ‑ter­ro­ris­mus sind auch für die Wirt­schaft und den Wirt­schafts­schutz von zen­tra­ler Bedeu­tung. Unter­neh­men über alle Bran­chen und Grö­ßen hin­weg müs­sen sich mit Rechts­ex­tre­mis­mus und ‑ter­ro­ris­mus aus­ein­an­der­set­zen und Ant­wor­ten auf die viel­fäl­ti­gen Bedro­hungs­la­gen fin­den, um ihre Mit­ar­bei­ter, Struk­tu­ren und Ver­mö­gens­wer­te zu schützen.

Maß­nah­men gegen Rechts­ex­tre­mis­mus und Hasskriminalität
Das „Sym­po­si­um Rechts­ex­tre­mis­mus und ‑ter­ro­ris­mus“ von Aka­de­mie für Sicher­heit in der Wirt­schaft (ASW-Aka­de­mie) und Kri­po Aka­de­mie am 21. und 22. Juni im Esse­ner Ruhr Tower befass­te sich daher genau mit die­sen drän­gen­den Fra­gen. Zahl­rei­che Besu­cher dis­ku­tier­ten ein­ein­halb Tage mit den Refe­ren­ten über staat­li­che, poli­ti­sche und gesell­schaft­li­che Maß­nah­men gegen Rechts­ex­tre­mis­mus und ‑ter­ro­ris­mus. Die Schirm­herr­schaft hat­te Dr. Mar­ga­re­tha Sud­hof, Staats­se­kre­tä­rin im Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Jus­tiz und für Ver­brau­cher­schutz, über­nom­men. In ihrem Gruß­wort wies sie auf die zahl­rei­chen Maß­nah­men hin, die die Bun­des­re­gie­rung bereits umge­setzt und ein­ge­lei­tet hat, um gegen Rechts­ex­tre­mis­mus und Hass­kri­mi­na­li­tät vor­zu­ge­hen. Sie bezog sich nicht nur auf Maß­nah­men im Inland son­dern auch auf Initia­ti­ven im Rah­men der deut­schen EU-Ratspräsidentschaft.

Bei dem aus­ge­buch­ten Sicher­heits­sym­po­si­um stan­den unter ande­rem Gene­ral­bun­des­an­walt Dr. Peter Frank, der stell­ver­tre­ten­de Direk­tor von Euro­pol Jür­gen Ebner sowie Bun­des- und Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Rede und Ant­wort. Sebas­ti­an Fied­ler, Bun­des­vor­sit­zen­der des Bund Deut­scher Kri­mi­nal­be­am­ter e.V. (BDK) und Geschäfts­füh­rer der Kri­po Aka­de­mie, beton­te in sei­ner Ein­lei­tung die über­aus gro­ße Bedeu­tung des The­mas Rechts­ex­tre­mis­mus und die Her­aus­for­de­run­gen, die dies für die Sicher­heits­be­hör­den mit sich bringt. Tagungs­lei­ter und BDK-Vize Dirk Peg­low unter­mau­er­te die­se Ein­schät­zung anhand des aktu­el­len Verfassungsschutzberichtes.

Das Pro­blem stellt sich nicht allei­ne staat­li­chen Stel­len. Dr. Chris­ti­an End­reß, Vor­stand der Aka­de­mie für Sicher­heit in der Wirt­schaft, beton­te bei sei­ner Begrü­ßung, dass auch die Pri­vat­wirt­schaft zuneh­mend mit Extre­mis­ten zu tun hat. Zuletzt gab es Dro­hun­gen vom „Staats­streich­or­ches­ter“ gegen­über Vor­stän­den von Unter­neh­men. Die Bedro­hung sei sehr real, so End­reß. Nur durch gemein­sa­me Anstren­gun­gen von Staat, Wirt­schaft und Gesell­schaft wer­de man die­se Her­aus­for­de­run­gen bewäl­ti­gen kön­nen.

Im abschlie­ßen­den Resü­mee zur Ver­an­stal­tung mach­te Peg­low noch­mals deut­lich, dass das größ­te Gefah­ren­po­ten­ti­al des Rechts­ex­tre­mis­mus in der Erobe­rung sozia­ler Räu­me und der Par­la­men­te lie­ge. Ins­be­son­de­re der dro­hen­den Gefahr einer gesell­schaft­li­chen Unter­wan­de­rung durch Rechts­ex­tre­me kön­ne nur mit einem umfas­sen­den Bekämp­fungs­an­satz begeg­net wer­den, der auch eine mas­si­ve Stär­kung der Zivil­ge­sell­schaft not­wen­dig mache, so Peglow.


Pres­se­kon­takt
Aka­de­mie für Sicher­heit in der Wirt­schaft AG
Dr. Chris­ti­an End­reß, Vorstand
Future Safe House
Mül­ler-Bres­lau-Stra­ße 28, 45130 Essen
Tele­fon +49 (0)201 478 688–20
E‑Mail: info@asw-akademie.de
Inter­net: www.asw-akademie.de

Über die Aka­de­mie für Sicher­heit in der Wirt­schaft AG
Die Aka­de­mie für Sicher­heit in der Wirt­schaft AG (kurz: ASW-Aka­de­mie) ist eine Aus- und Wei­ter­bil­dungs­aka­de­mie im Bereich des Wirt­schafts­schut­zes. Initia­to­rin und maß­geb­li­che Aktio­nä­rin ist der Wirt­schafts­schutz­ver­band Alli­anz für Sicher­heit in der Wirt­schaft West e.V. (kurz: ASW West). Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der der Aka­de­mie für Sicher­heit in der Wirt­schaft AG ist Sicher­heits­ex­per­te Dr. Patrick Hen­nies. Die ASW-Aka­de­mie schafft Ange­bo­te für die Unter­neh­mens­si­cher­heit die sich im all­täg­li­chen und nicht-all­täg­li­chen Berufs- und Pri­vat­le­ben bewäh­ren, und garan­tiert ein Höchst­maß an Know-how und Pra­xis­nä­he durch qua­li­fi­zier­te und nam­haf­te Exper­ten und Dozen­ten. Die Band­brei­te der Aus- und Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­men in Form von Semi­na­ren, Work­shops und Coa­chings reicht von Busi­ness Intel­li­gence und Cyber Secu­ri­ty über die phy­si­sche Sicher­heit bis hin zu Cor­po­ra­te Secu­ri­ty Manage­ment, Bedro­hungs­ma­nage­ment, Rei­se­si­cher­heit und Per­so­nal­füh­rung. Auch Auf­ga­ben im öffent­li­chen Sek­tor wer­den pro­mi­nent adres­siert. Eben­so will die ASW-Aka­de­mie das The­ma „Wirt­schafts­schutz“ durch geziel­te Ver­öf­fent­li­chun­gen und Stu­di­en aka­de­misch besetzen.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter www.asw-akademie.de


Bild­nach­weis
Foto: BDK/Rolf Jäger: Dis­ku­tier­ten über Rechts­ex­tre­mis­mus und Hass­kri­mi­na­li­tät (v.l.n.r.): Dirk Peg­low, stellv. Bun­des­vor­sit­zen­der Bund Deut­scher Kri­mi­nal­be­ra­ter; Sebas­ti­an Fied­ler, Bun­des­vor­sit­zen­der Bund Deut­scher Kri­mi­nal­be­ra­ter; Dr. Chris­ti­an End­reß, Vor­stand ASW-Akademie